Kategorie-Archiv: Brot

Seelen

Seelen sind ursprünglich eine Spezialität aus Schwaben. Für unser Rezept brauchst Du helles Dinkel- und Weizenmehl, grobes Meersalz und Kümmel. Und außerdem – wenn Du es ermöglichen kannst – ein Sprühfläschchen.

Zutaten für Seelen:

350g Dinkelmehl
150g Weizenmehl
1 Päckchen Trockenhefe
2 TL Salz
320 bis 350 ml lauwarmes Wasser
grobes Meersalz
Kümmel

Zubereitung der Seelen:

Dinkel- und Weizenmehl, Hefe, Salz und Wasser zu einem Teig verarbeiten. Den Teig gut durchkneten und zugedeckt ein paar Stunden stehen lassen – gerne auch über Nacht.

Den Backofen vorheizen (ca. 250 Grad).
Der Teig reicht für ca. 5 bis 6 Seelen. Die Seelen werden nicht sorgfältig geformt, sondern aus dem Teig gezogen. Die ausgefransten Enden sind charakteristisch für dieses leckere Salzgebäck.

Die Seelen mit ausreichend Abstand auf ein Backpapier legen. Mit einem Sprühfläschchen mit Wasser besprühen. Falls Du kein geeignetes Sprühfläschchen hast, kannst Du die Seelen auch mit einem Backpinsel mit Wasser einpinseln. Mit Kümmel und grobem Meersalz bestreuen. Ein hitzebeständiges Schälchen mit Wasser auf das Backblech stellen und das Blech in den Backofen schieben. Die Seelen auf der mittleren Rille des Backofens ca. 7 min backen. Die Seelen aus dem Backofen nehmen und nochmals mit Wasser besprühen. Die Seelen wieder in den Ofen schieben und zu Ende backen, bis sie knusprig sind. Wenn Du die Seelen heraus nimmst, sprühst Du nochmals etwas Wasser darüber. Die Seelen abkühlen lassen und am besten gleich frisch essen.

Schneckenbrot mit Tomaten und Oliven

Wir haben eine neue Variante unseres Brotrezepts getestet. Dieses Schneckenbrot wird ebenfalls im gusseisernen Topf mit Deckel gebacken. Diese Teigmenge reicht für einen Topf mit ca. 24 cm Durchmesser. Falls Du einen größeren Topf hast, kannst Du die Teigmenge entsprechend vergrößern.

Zutaten für den Brotteig:

500 g helles Dinkelmehl (Typ 1050)
2 Kaffeelöffel Salz
1 Päckchen Trockenhefe
300 ml lauwarmes Wasser
1 Esslöffel Olivenöl

Zutaten für die Füllung:

eingelegte Tomaten
Oliven mit Paprikakern
Kapern
frischer Thymian
Olivenöl

Zubereitung:

Dinkelmehl, Salz und Hefe mischen. Einen Esslöffel Olivenöl und das Wasser dazu geben. Den Teig gut durchkneten und mindestens 2 Std. aufgehen lassen.

Den gusseisernen Topf mit Deckel im Backofen bei maximaler Temperatur vorheizen (250 Grad).

Den Teig mit einer Teigspachtel von der Schüssel lösen leicht mit Mehl bestäuben. Ein Backpapier auf die Arbeitsfläche legen und den Teig mit den Händen flach drücken. Am Ende sollte der Hefeteig ca. 1cm dick sein und eine mehr oder weniger rechteckige Form haben.

Die eingelegten Tomaten und die Oliven klein schneiden. Tomaten, Oliven und Kapern auf dem Teig verteilen. Am oberen Rand ca. 3 cm nicht bestreuen. Die Thymianblätter von den Zweigen lösen und darüber streuen. Den Teig mit ein wenig Olivenöl beträufeln.

Nun kannst Du den Teig langsam aufrollen, indem Du das Backpapier am unteren Rand sorgfältig anhebst. Die fertige Teigrolle mit ein wenig Mehl bestäuben und in ca. 6-8 cm breite Streifen schneiden.

Den heißen gusseisernen Topf aus dem Ofen nehmen. Die Schnecken ungeordnet neben und aufeinander in den Topf schichten. Den Deckel wieder auf dem Topf platzieren. Das Schneckenbrot ca. 15 min bei maximaler Temperatur backen. Dann den Deckel abnehmen und die Temperatur auf 200 Grad reduzieren. Nach einer weiteren Viertelstunde müsste Dein Brot fertig sein.

Dinkelbrot mit Rosmarin und Kapern

Wie wäre es mit einem selbstgebackenen Dinkelbrot mit Rosmarin und Kapern?

Zutaten:

300 g Dinkelmehl hell
200 g Dinkelmehl Vollkorn
Trockenhefe
4 Zweige Rosmarin
2 EL Kapern
3 TL Salz
350 ml Wasser handwarm

Zubereitung von Dinkelbrot:

Unser Brotrezept und die Hinweise zur Zubereitung findest du hier.
Heute haben wir es so gemacht:

Das Mehl abwiegen, Salz und Hefe dazu geben. Die Rosmarinblätter von den Zweigen lösen und mit einem Messer grob hacken. Die Kapern aus der Lake nehmen und ebenfalls mit einem Messer grob hacken. Beides zu dem Brotteig dazumischen.

Wir haben den Teig diesmal mit einer Küchenmaschine durchgeknetet und das Wasser nach und nach dazugegeben. Der Teig sollte eine für einen Hefeteig relativ feuchte Konsistenz haben.

Den Brotteig zugedeckt mindestens 6 Std. stehen lassen. Wenn er länger steht, ist das natürlich kein Problem. Dann den Brotteig mit einer Teigspachtel von der Schüssel lösen und mit etwas Mehl bestäuben.

Den leeren gusseisernen Topf mit Deckel im Backofen bei 240 Grad aufheizen. Wenn die Temperatur erreicht ist, den Topf aus dem Ofen nehmen, innen mit etwas Mehl bestäuben und den Brotteig in den Topf geben. Bei 200 Grad ca. 30 Minuten backen. Dann den Deckel entfernen und 5 -10 Minuten weiter backen.

Wenn Du unsicher bist, ob Dein Brot fertig gebacken ist, nimmst Du es aus dem Topf und klopfst mit dem Finger auf den Boden des Brotes. Wenn es hohl klingt, ist Dein Brot gar.

Taralli

Taralli sind eine traditionelle Spezialität aus Apulien. Normalerweise werden sie als kleine Ringe gebacken. Wir haben aus dem Teig kleine Würfel geschnitten. Das hat den Vorteil, dass dieses italienische Knabbergebäck letztlich weniger trocken wird.

Wir haben die Taralli mit Fenchelsamen gewürzt. An sich kannst Du aber alle mediterranen Kräuter verwenden, auf die Du gerade Lust hast. Besonders lecker schmeckt zum Beispiel auch die Kombination von Rosmarin und rosa Pfeffer.

Zutaten:

200g Mehl
100 ml Weißwein
50 ml Olivenöl
Fenchelsamen
1 TL Salz

Zubereitung:

Die Fenchelsamen mit einem Mörser oder einem Messer ein wenig zerkleinern. Alle Zutaten mischen und zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig ca. 20 min ruhen lassen.

Den Teig ca. 2 cm dick ausrollen und in Würfel schneiden.

Die Taralli portionenweise ins kochende Salzwasser werfen und leicht kochen lassen, bis sie aufsteigen.

Aus dem Wasser nehmen und auf einem Tuch abtropfen lassen.

Im vorgeheizten Backofen bei ca. 200 Grad 15 bis 20 Minuten backen.

Spargel-Focaccia

Wie man ohne viel Mühe ein luftiges, knuspriges Brot backen kann, haben wir Dir ja bereits gezeigt. Aus demselben Teig lässt sich auch eine Spargelfocaccia zubereiten, die z.B. als Beilage zu einem Salat oder zu Käse prima schmeckt.

Zutaten:

Brotteig – das Rezept findest Du hier – hier aus ca. 250 g hellem Dinkelmehl

Grüner Spargel
Cherrytomaten
Rosmarin
grobes Meersalz
Olivenöl

Zubereitung der Spargel-Focaccia:

Den Brotteig zubereiten und über Nacht bzw. mindestens 6 Stunden stehen lassen.

Den gusseisernen Topf mit Deckel im Backofen auf die unterste Schiene stellen und den Backofen auf 250 Grad vorheizen.

Ein paar Spargelstangen schälen und in kleine Stücke schneiden. Cherrytomaten in Scheiben schneiden.

Wenn der Backofen die Temperatur erreicht hat, den gusseisernen Topf herausnehmen und etwas Mehl in den Topf streuen. Aus dem Teig mit den Händen einen runden Fladen formen und in den heißen Topf legen. Die Tomatenscheiben, die Spargelstückchen und den Rosmarin auf dem Teigfladen verteilen. Den Topf wieder auf den Deckel geben und schnell wieder in den Ofen zurück schieben.

Nach ca. 10 Minuten den Deckel vom Topf nehmen. Etwas grobes Salz auf die Spargel-Focaccia streuen und mit Olivenöl beträufeln. Die Spargel-Focaccia ohne Deckel bei ca. 220 Grad noch ca. 5 Minuten zu Ende backen.

Die Spargel-Focaccia abkühlen lassen und lauwarm oder kalt servieren.

Faschtewaije

Faschtewaije sind eine regionale Spezialität aus Basel, die zwischen Mitte Januar und Ostern gebacken wird. Auch wenn die Exzesse der Basler Fasnacht für Dich vielleicht fern sind, so schmeckt dieses Gebäck dies- und jenseits des Rheins …

Für dieses Rezept benötigst Du Malzextrakt. Das ist ein aus Gersten gewonnener Sirup, den Du in jedem Bioladen oder Reformhaus bekommst.

Zutaten:

400g Mehl
200g Butter
250 ml Milch
1 TL Malzextrakt
1 TL Salz
1 P. Trockenhefe
1 Ei
Kümmel

Zubereitung der Faschtewaije:

Die Butter schmelzen und abkühlen lassen.
Mehl in eine Schüssel geben. Hefe, Salz und Malzextrakt dazu mischen und gleich auch die Milch zu dem Mehl geben. Alles einmal durchkneten. Der Teig ist jetzt natürlich noch viel zu trocken. Nun nach und nach die flüssige, abgekühlte Butter dazu geben und den Teig kräftig durchkneten. Das geht natürlich mit einem entsprechenden Mixer mit Knethaken oder einer Küchenmaschine viel einfacher …

Den Teig an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen. Nun wird der Teig entweder am Stück oder portionsweise ca. 1,5 cm dick ausgerollt. Den ausgerollten Teig in Rauten schneiden, die mit dem Messer jeweils viermal eingeschnitten werden. Die Rauten auseinander ziehen und mit den Fingern die Schnitte noch etwas ausweiten.

Die Faschtewaije nun auf einem Backpapier mit genügend Abstand noch ca. eine weitere halbe Stunde gehen lassen.

Das Ei teilen. Die Faschtewaije mit dem Eigelb bestreichen und mit Kümmel bestreuen. Im Backofen bei ca. 200 Grad 20 Minuten lang backen.

Die Faschtewaije schmecken natürlich am Tag, an dem Du sie gebacken hast, am allerbesten. Sie halten sich aber auch in einer Brotdose noch ein paar Tage.

Brotrezept

Zutaten:

1kg Mehl (hier unterschiedliche Mischungen aus Weizen, Dinkel, Roggen, Mais und/oder Gerste; ein hoher Anteil an Roggen ist geschmacklich gewöhnungsbedürftig…)
ca. 20 g Salz
1 1/2 Würfel frische Hefe oder 2 Päckchen Trockenhefe oder Sauerteig und Hefe (Mengenangabe der Packungen beachten)
ca. 700-800 ml Wasser, je nach Mehlsorte.
Natürlich kann man zusätzlich Gewürze beimischen. Kümmel idealerweise in Buttermilch quellen lassen und statt Wasser für den Teig eine Mischung aus Buttermilch und Wasser verwenden.

Zubereitung von Brot:

Idealerweise setzt man den Teig abends an und bäckt das Brot am nächsten Tag. Mark Bittmann erklärt in einem Video, wie man den Teig macht und das Brot bäckt. Ist super einfach, macht kaum Arbeit und schmeckt toll.

Hinweis: Nicht alle gusseisernen Kochtöpfe haben Griffe, die für die hohen Backofentemperaturen geeignet sind. Im Zweifel Herstellerhinweise beachten oder den Griff einfach abschrauben.

Hier findet sich der Link zu dem Video von Mark Bittman:

Mit diesem Grundrezept lassen sich viele Varianten zubereiten: