Kategorie-Archiv: Süßes

Topfenknödel

Wenn Du gerade keine Zeit hast, Dich auf die Reise in ein traditionelles Wiener Kaffeehaus zu begeben, die Sehnsucht nach den unverwechselbaren Mehlspeisen indes wächst, dann kannst Du Dir ja die Topfenknödel einfach selbst zubereiten.

Zutaten für Topfenknödel

250g Topfen bzw. Quark (10% Fettgehalt)
70g Mehl
1 Ei
Butter
Staubzucker
Semmelbrösel
Salz
Zwetschkenröster

Zubereitung von Topfenknödel

Zunächst bereitest Du den Teig für die Topfenknödel vor: 250g Topfen, 70g Mehl, 20g Butter, 20g Staubzucker und 1 Ei mit einem Mixer rasch vermischen. Den Topfenteig ca. 20 Min kühl stellen.
Salzwasser aufkochen. Aus dem Topfenteig mit zwei Esslöffeln oder von Hand Knödel formen und im Salzwasser ca. zehn Minuten langsam köcheln.
Semmelbrösel in Butter goldbraun rösten. Die fertigen Knödel mit einer Schaumkelle aus dem Salzwasser heben,  abtropfen und in den gerösteten Semmelbrösel sorgfältig wenden. Anrichten und mit Staubzucker bestreuen. Mit Zwetschkenröster servieren.

Tarte Tatin

Hättest Du gedacht, dass man mit Fallobst sowas machen kann? Tarte Tatin schmeckt am besten mit etwas säuerlichen Äpfeln, die dann zusammen mit der karamellisierten Salzbutter besonders gut schmecken. Zur Zubereitung dieser Tarte benötigst Du eine Tarteform oder eine feuerfeste Glasform.

Zutaten für Tarte Tatin:

Äpfel
120g helles Dinkelmehl
110g Zucker
90g Salzbutter
1 Ei

Zubereitung von Tarte Tatin:

Zuerst solltest Du den Teig zubereiten: 120g helles Dinkelmehl, 50g Salzbutter, 30g Zucker und 1 Ei zusammen mischen und zu einem kompakten Teig verarbeiten. Den Teig im Kühlschrank zumindest 30 Minuten ruhen lassen.

In Deiner Tarteform 80g Zucker auf mittlerer Hitze langsam karamellisieren lassen. Da solltest Du im Grunde gar nicht rühren, den der Zucker schmilzt von selbst so langsam dahin. Du solltest allerdings darauf achten, dass der Zucker nicht zu dunkel wird. Wenn der Zucker karamelisiert ist, die Tatinform von der Herdplatte schieben und 40g Salzbutter dazu geben. Darauf achten, dass die Karamellschicht gleichmäßig in der Tatinform verteilt ist und mindestens 20 Minuten abkühlen lassen.

Den Backofen auf 180 bis 200° C vorheizen.

Die Apfel schälen, entkernen und in Stücke schneiden. Die Apfelstückchen dicht auf Deiner Karamellschicht anordnen. Darauf achten, dass die Äpfel eine halbwegs gleichmäßige, dichte Schicht bilden.

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und mit etwas Mehl ausrollen, bis er die richtige Größe erreicht hat. Den Teig auf die Apfel legen und Rand etwas andrücken. Die Teigfläche mit einer Gabel einstechen.

Die Tarte Tatin bei ca. 20 bis 25 Minuten backen. Die Tarte Tatin aus dem Backofen nehmen und ca. 10 bis 15 Minuten abkühlen lassen. Die Tarte Tatin sorgfältig auf einen Teller stürzen und am besten noch lauwarm servieren.

Rhabarber-Mus

Die Rhabarberernte hat begonnen. Aus den sauren Stangen kannst Du einen tollen Nachtisch zubereiten. Dazu empfehlen wir Erdbeersauce.

Zutaten:

500 g Rhabarber
70 g Zucker
10 cl Wasser
5 Blatt Gelatine
1 Becher Sahne
Erdbeersauce

Zubereitung des Rhabarber-Mus:

Die Rhabarberstangen schälen und in feine Scheiben schneiden. Mit dem Zucker und Wasser aufkochen, bis der Rhabarber zerfällt. Mit einem Pürierstab den Rhabarber pürieren.

Die Gelatineblätter in kaltem Wasser einweichen. Abtropfen und mit einer minimalen Menge Wasser in einem Pfännchen erwärmen. Die Gelatine sollte auf keinen Fall kochen. Sobald sich die Gelatineblätter aufgelöst hat, die Gelatine zu dem pürierten Rhabarber geben. Das Mus abkühlen lassen. Die Sahne schlagen. Die geschlagene Sahne sorgfältig unter das Rhabarber Mus  ziehen und alles im Kühlschrank mindestens 3 Std fest werden lassen. Das Rhabarber Mus mit Erdbeersauce servieren.

Holunderblütengelee

Eine Variante, wie Du den wunderbaren Geschmack der Holunderblüte auch für die kommenden Monate konservieren kannst, ist die Zubereitung eines Gelees mit Weißwein. Dieses Gelee kannst Du später ganz einfach mit Brot essen oder aber auch in Kuchen weiter verarbeiten.
Wenn Du die Blüten sammelst, solltest Du Dir Zeit lassen. Aus irgendwelchen Gründen sind diese Blüten nämlich auch bei Läusen und anderen Kleintieren sehr beliebt. Achte also bereits bei der Ernte darauf, dass Du keine Tiere mit einsammelst. Dies gilt umso mehr, weil wir Dir empfehlen, die Blüten wenn möglich nicht zu waschen, da sie sonst viel Aroma verlieren.

Zutaten:

ca. 15 Holunderblüten
600 ml trockenen Weißwein
pulverisierte Zitronensäure
250g Gelierzucker (3:1)

Zubereitung von Holunderblütengelee:

Die Holunderblüten in ein Glas- oder Edelstahlgefäß geben und mit dem Weißwein übergießen. Du kannst den Wein kalt über die Blüten gießen oder ihn vorher erhitzen. Dadurch verändert sich der Geschmack Deines Gelees – beide Varianten sind fein. Den Aufguss ca. 5 bis 6 Tage im Kühlschrank stehen lassen. Die Holunderblüten im Aufguss gelegentlich wenden.

Den Holunderblütenaufguss durch ein Seihtuch – ersatzweise kannst Du ein anderes feines Baumwoll- oder Leinentuch verwenden – abseihen. Den Gelierzucker und die pulverisierte Zitronensäure dazu geben. Unter ständigem Rühren aufkochen und mindestens 3 Minuten kochen lassen.
Die Marmeladegläser mit kochendem Wasser vorwärmen. Das Holunderblütengelee in die Gläser füllen und sofort verschließen.

Himbeerdessert

Zutaten:

300g (tiefgekühlte) Himbeeren
2 EL Zucker
5 Blatt Gelatine
250g Quark
1 Becher Sahne

Zubereitung:

Die Himbeeren mit dem Zucker kurz aufkochen und mit einem Schneebesen verrühren.

Die Gelatine in kaltem Wasser ein paar Minuten einweichen. Dann das Wasser weitestgehend abgießen und die Gelatineblätter in einem kleinen Topf mit einer möglichst geringen Restmenge des Wassers kurz erhitzen (nicht kochen lassen) und so unter ständigem Rühren auflösen. Die Gelatine zu den Himbeeren mischen und die Himbeermasse abkühlen lassen.

Wenn die Himbeermasse abgekühlt ist, den Quark und die steif geschlagene Sahne unterziehen. Das Himbeerdessert im Kühlschrank ca. 2 Std. steif werden lassen.

Obstsalat im Winter

Brauchst Du noch eine Idee, wie Du Deinem Obstsalat auch im Winter einen besonderen Kick geben kannst?
In der kalten Jahreszeit bietet es sich vor allem an, Zitrusfrüchte zu verwenden. Wie Du z.B. Orangen oder Grapefruits am besten schälst, siehst Du in diesem Video:

Zutaten für den Obstsalat:

Orangen und/oder Grapefruits
Äpfel und anderes Obst nach Wahl

Quitten
Zitronensaft
Nelken
ggf. ein bisschen Zucker

und/oder:
Rotwein
Nelken
Kardamom
Zimt

Zubereitung des Obstsalats:

Zusätzlich zu den o.g. Zutaten – hier noch zwei Ideen, wie Du den Obstsalat noch etwas aufpeppen kannst:

Quitten schälen, Gehäuse entfernen und in kleinere Würfel schneiden. In einem Sud aus Wasser, Zitronensaft, Nelken und etwas Zucker bissfest kochen und abkühlen lassen.

Oder Du kochst ein paar Birnen in Rotwein. Zuerst den Rotwein mit den Gewürzen aufkochen. Hier haben wir Nelken, Kardamom und Zimt verwendet. Etwas Honig dazu geben. Die Birnenstückchen nur kurz aufkochen und dann abkühlen lassen. Wir empfehlen Dir, die Birnenstückchen – ohne den Rotwein – erst kurz vor dem Servieren in den Obstsalat zu mischen.

Orangendessert

Heute wollten wir mal eine Alternative zu Panna Cotta erproben. Hier ist eine neue Rezeptidee, die den Geschmack von Sahne und Quark mit Orangen verbindet.

Zutaten:

1 Becher Sahne
1 Packung Magerquark
2 Eigelb
2 unbehandelte Orangen
Vanille
3 Blatt Gelatine
Cointreau

 Zubereitung des Orangendesserts:

Die Gelatine in kaltes Wasser legen.
Sahne in eine Kasserolle geben. Mit einem Zestenreisser feine Streifen aus der äußeren Schale der beiden Orangen schneiden. Übrigens: Falls Du keinen Zestenreisser hast, kannst Du mit einem normalen Gemüseschäler die äußere Schale der Orangen abschälen und daraus dann feine Streifen oder Würfelchen schneiden. Vanille − hier geriebene Vanilleschoten − dazu geben. Eigelb dazu. Alles gut mischen.

Alternative: Wer den Nachtisch lieber süßer hat, kann z.B. Vaniliezucker verwenden oder Zucker dazu geben.

Die Gelatineblätter aus dem Wasser nehmen und in die Sahne geben. Unter ständigem Rühren langsam bis knapp vor den Siedepunkt erwärmen.

Von der Herdplatte nehmen. Den Quark dazu mischen. Puddingförmchen mit Butter ausstreichen – das erleichtert später die Arbeit… Das Orangendessert auf die Puddingförmchen verteilen und kalt stellen. Nach ca. 2 Std. ist die Masse erstarrt und servierbereit.

Die Orangen filetieren. Es gibt übrigens einen simplen Trick, wie man Orangen filetiert. Marcel Prenz stellt ihn in diesem Video vor:

Die Organgenfilets mit Cointreau übergießen und 1 – 2 Std. ziehen lassen.

Quarkdessert aus den Puddingförmchen stürzen und mit Organgenfilets servieren.

Dieses Rezept reicht für 4 bis 5 Portionen.

Totebeinli

Dass die SchweizerInnen einen etwas morbiden Humor haben, zeigt sich u.a. am Namen dieser Kekse: Totebeinli. Hier das alte Familienrezept – das sich von den heute ‘moderneren’ Varianten erheblich unterscheidet, d.h. ohne Milchprodukte, ohne Eier, ohne Gewürze, ohne Backpulver.

Zutaten:

250 g Zucker
2 EL Honig
250 g Mandeln und/oder Haselnüsse
250 g Mehl
Eigelb zum Bestreichen

Zubereitung der Totebeinli:

250g Zucker braunflüssig rösten. 2 Löffel Honig beifügen und mit einigen Löffeln Wasser aufkochen. Vorsicht: Die Zuckermasse ist sehr heiß!
250g grob gehackte Mandeln und/oder Haselnüsse in die Zuckermasse geben und rasch 250g Mehl einarbeiten – am besten einen stabilen Holzkochlöffel verwenden.
Die Masse auf ein Backpapier geben. Ca. finderdicke Würstchen drehen, in ca. 6 cm lange Stücke schneiden. (Hinweis: Der ganze Teig muss relativ rasch verarbeitet werden, so lange er noch warm ist.) Mit Eigelb bestreichen. 10 Min. bei ca. 170 Grad backen. Die Totebeinli werden erst beim Auskühlen hart. In einer Blechdose aufbewahren. Nach einigen Tagen werden die Kekse etwas weicher.